Mittwoch, 14. September 2011

Rosenseitlinge mit Kartoffelpüree

Ich war auf dem Isemarkt und ein Stand mit ganz verschiedenen Pilzen hatte es mir angetan.
Nämlich der hier:

Eigentlich wollte ich eine schöne Mischung der verschiedenen Pilze kaufen und die in einer bunten Pilzpfanne mit Reis machen. Als ich dann dem Händler sagte, ich wolle die Rosen- und Zitronenseitlingen, Steinpilze und Pfifferlinge haben, hat er mir diesen Wunsch verweigert.
Ich solle nur den Rosenseitling nehmen und folgendermaßen machen:
Die Rosenseitlinge und das Kartoffelpüree.

Für das Püree:

  • Kartoffeln waschen, schälen und in Salzwasser ca 20-25 min kochen
  • Frühlingslauch in Butter anbraten
  • Milch mit Fleur de Sel, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss erwärmen
  • Kartoffeln abgiessen und stampfen, etwas Butter, ein Teil des Frühlingslauchs und die Würzmilch hinzugeben bis ein cremiges Püree entstanden ist.
Für die Seitlinge:

  • Seitlinge putzen und die Wurzeln etwas wegschneiden
  • in einer Pfanne mit Butter, Thymian (und Knoblauch) rösten, 
  • Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten
Püree und Pilze anrichten und mit Pinienkernen und Parmesan servieren.

Die Pilze werden ganz kross. Ein schönes und einfaches Mittagessen.



























Dienstag, 13. September 2011

Im Einkaufskorb - meine Lieblinge in Hamburg

Astrid von Arthurs Tochter Kocht hat dazu aufgerufen, gute Adressen für den Einkauf in der Region zu verraten. Eine tolle Idee, an der ich mich gerne beteilige - natürlich für Hamburg.


Mit den Kategorien tu ich mich etwas schwer aber ich versuchs einfach mal:


Mein eins für alles:


Gut Wulksfelde
Wulksfelder Damm 15-17
22889 Tangstedt/Hamburg
Tel 040-644 251 0
Das Gut Wulksfelde ist mein Rundum-Glücklich-Paket mit Onlineshop und Lieferservice, eigener Gärtnerei und eigener Tierhaltung. Es lohnt sich, im Hofladen vorbei zu schauen oder auch mal in der Gutsküche zu essen. Hier bekomme ich tatsächlich fast meine ganzen Lebensmittel bis vor meine Wohnungstür gebracht.


Isemarkt
Der Isemarkt ist Hamburgs wohl schönster Wochenmarkt. Unter der Hochbahntrasse zwischen den Haltestellen Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke gelegen, offenbart sich Dienstags und Freitags zwischen 9 und 14 Uhr ein Paradies für Lebensmittelliebhaber. Leider auf Grund der Zeiten ist dieser Genuss für mich nur im Urlaub möglich.


Mutterland
Ernst-Merck-Straße 9-11 
Ecke Kirchenallee
20099 Hamburg - St. Georg
 

Telefon: 040-2840 7978
Das Mutterland bietet Feinkost aus Deutschland sowie Brot, Käse, Wurst, Molkereiprodukte. Ausserdem gibts ein Café und Onlineshop. Dank der Lage am Hauptbahnhof sind die Öffnungszeiten (8-21Uhr) sehr großzügig bemessen.


Bäcker:


Effenberger
Rutschbahn 18
20146 Hamburg
Tel: 040 45 54 45

Vollkornbäckerei mit der Möglichkeit eine Führung durch die Backstube zu machen. 
Das Brot ist jedes Mal einfach saftig und sehr lecker ... mit den besten Zutaten.


Fleisch und Wurst:


Schröder's Bioland Fleisch- und Wurstwaren
Seestern-Pauly-Str. 12
21493 Schwarzenbek

 Tel 04151 868 21 0
Die Fleisch und Wurstwaren von Schröder werden auch beim Gut Wulksfelde verkauft. 

Käse:

Alles Käse &  Co
Ellmenreichstraße 28
20099 Hamburg 
Tel 040 80 79 52 78
Frau Werner hat uns gestern durch eine Verkostung der norddeutschen Käsevielfalt geführt, die einfach Spaß gemacht hat. Es gibt in dem kleinen Laden hintern Hauptbahnhof immer zwischen 30-40 verschiedene Sorten. Da kann man sich mal durch probieren....

Marmeladen:

nur Onlineshop und in ausgewählten Feinkostgeschäften (z.B. Mutterland) in Hamburg und Umgebung
Marge kocht Ihre Fruchtaufstriche mit viel Liebe nach tradionellen Rezepten und beschriftet jedes Glas individuell. Ein wahrer Genuss!


Das ist eine vorläufige Liste, denn ich habe bestimmt den oder anderen Liebling vergessen. Daher ist dieser Post eher ein vorläufiges Ergebnis. Was sind eure Lieblinge in Hamburg?

Montag, 12. September 2011

Taste the waste - Ich war im Kino

Ich war gerade im Kino - das ist nichts ungewöhnliches. Genau! Aber bei manchen Filmen geh ich mit einer großen Wut im Bauch aus dem Kino raus. Nicht etwa, weil mir der Film nicht gefallen hätte sondern weil dieser Film in einer Reihe von Dokumentarfilmen steht, die mir jedes Mal die Wut in den Bauch treiben.
In diesen Filmen geht es im weitesten um Dummheit, Gier und Ungerechtigkeit.

Jetzt also Taste the Waste:

Warum schmeißen wir unser Essen auf den Müll?
Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg - so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen das wir in Europa wegwerfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Valentin Thurn hat den Umgang mit Lebensmitteln international recherchiert und kommt zu haarsträubenden Ergebnissen. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot muss ungekauft entsorgt werden. Kartoffeln, die der offiziellen Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt er ein weltweites System auf, an dem sich alle beteiligen.
Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die Berge verrottender organischer Stoffe, denn das entstehende Methangas wirkt sich auf die Erderwärmung 25 Mal so stark aus wie Kohlendioxid.
TASTE THE WASTE zeigt dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten. 
Kleine Schritte, die eine große Chance bedeuten. 
(Quelle: Tastethewaste.com)

Die Bilder in diesem Film sind echt nicht für Anfänger. Es ist wahrhaft ekelhaft zu sehen, wie containerweise Obst, Gemüse, Brot und verpackte Lebensmittel einfach weggeschmissen werden. 

Und das "Schlimme" dabei war, dass ich mich selbst erwischt habe in meinem alltäglichen Verhalten. Ich habe letztens eine Packung Mozzarella weggeschmissen, die ein paar Tage übers Mindesthaltbarkeitsdatum war aber deren Packung überhaupt nicht aufgebläht war. Warum habe ich das gemacht? Ich weiss es nicht. 
Kann es sein, dass wir vergessen haben zu entscheiden, wann Lebensmittel nicht mehr geniessbar sind und uns blind auf das - willkürlich - aufgedruckte Datum verlassen? Müssen wir das nicht wieder lernen? 
Lebensmittel durch riechen, anfassen, anschauen und schmecken zu beurteilen? 

Die zweite Sache, dass Supermärkte unglaublich viel Lebensmittel - teilweise 6! Tage! - vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum wegschmeissen. 


Erst dachte ich noch, betrifft mich nicht, ich kaufe 90% meiner Lebensmittel nicht im Discounter oder Supermarkt sondern bei meinem Biohof. Aber - ich weiss ja gar nicht, wie die das machen. Die können ja auch nicht auf die letzte Gurke kalkulieren. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass die - obwohl verboten!- nicht mehr verkaufbares Obst und Gemüse an ihre Tiere verfüttern. Ich werde das nachfragen und hier berichten.
 Und müssen wir uns vielleicht nicht von den perfekt aussehenden Lebensmitteln verabschieden? Eine krumme Gurke schmeckt ja nun auch nicht anders als eine gerade, oder? 

Was bleibt für mich von diesem Film?
Ich finde es nach wie vor wichtig, meine Lebensmittel saisonal und regional einzukaufen, so oft es geht auf den Wochenmarkt gehen, kleine Produzenten unterstützen und im nächsten Jahr meinen Balkon mal ernsthaft mit Kräutern und Gemüsen bepflanzen und hoffen, dass bis dahin der grüne Daumen wächst.  

Dienstag, 6. September 2011

Urlaubserlebnis 3/11 - Baustellenmenü im Nil

Das Nil bietet nicht, wie man auf Grund des Namens annehmen könnte, ägypische sondern als Slowfood Fördermitglied, frische, regionale und gehobene Küche, die immer einen Besuch wert ist.

Jetzt braucht das Nil eine neue Küche und bis Mitte September gibt es ein Baustellenmenü, das ich gestern im Rahmen meiner Urlaubserlebnisse probiert habe.
Trotz Baustelle waren die Tische mit weissen Tischdecken gedeckt und ich konnte sogar draussen auf der wunderschönen Terrasse sittzen.























Der Brotkorb mit zwei Sorten noch warmen Brotes und Butter standen schnell auf dem Tisch.
Und dann kam das, auf das ich mich am meisten gefreut habe, die Vorspeise:
Bunte Bete mit jungem Ziegenkäse. Einfach aber so großartig!
Die Hauptspeise: Entrecôte mit Kartoffelecken, Cole Slaw und Sauce béarnaise.
Die Kartoffeln waren für mich ein wenig zu dunkel und ich hätt mir in der Sauce noch ein paar frische Kräuter gewünscht. Der Cole Slaw dagegen war perfekt, das Fleisch auf dem Punkt. 

Als Dessert gabs die riesen Portion Mousse au Chocolat mit -nicht wie angekündigt Kirschen sondern - Pflaumen. Das ist ja immer sehr lecker.
Der Service war sehr freundlich und unaufgeregt. Mein Highlight war auf jeden Fall die Vorspeise. Aber das könnt ihr euch ja denken, wo ich euch doch letztens so von der Roten Bete vorgeschwärmt habe. 

Also, als Fazit kann ich einen Besuch im Nil uneingeschränkt empfehlen.


Montag, 5. September 2011

Urlaubserlebnis 2/11 - Foodmarket

Ein Highlight im September in Hamburg ist jedes Jahr der Foodmarket. Über 100 Aussteller - Restaurants, kleine Manufacturen, Obst- und Gemüsehändler - geben sich in den Hallen des Hamburger Großmarktes ein Stelldichein.
Es ist wirklich eine wahre Freude diese wunderbaren Stände mit all den Leckerein zu sehen.

Ich habe mich für den Schäufelebraten vom Rind mit Wildkräuter Kartoffelstampf entschieden. Gerald Zogbaum von der Küchenwerkstatt hat mit seiner Mannschaft ein Meisterwerk an Zartheit erschaffen. Das Fleisch ist einfach so auf der Zunge zergangen. Ein Traum!


Nach einer weiteren Runde über die Stände bin ich wieder bei der Küchenwerkstatt gelandet, weil die Macarons so einladend aussahen und ich nicht widerstehen konnte.


























Dann möchte ich euch noch was ganz leckeres ans Herz legen. MARGE FeineCreationen.  Die Marmeladen sind so fruchtig und sehen so ansprechend aus. Die muss man einfach probieren!