Sonntag, 20. November 2011

Ofenpommes mit Rosmarin und Fleur de Sel

Ich hab es heute mit Michael Pollan gehalten, der ganz einfach Sätze gesammelt hat, wie man sich gesund ernähren kann. Und Grundregel Nummer 39 besagt: Essen Sie soviel Junkfood, wie Sie wollen - solange Sie es selbst zubereiten. 
Ein sehr kluger Satz, wie ich finde. Denn Fast Food ist so billig und so leicht zu bekommen, dass wir oft gar nicht mehr drüber nachdenken, wie viel wir davon essen. Das Ergebnis können wir jeden Tag auf der Straße sehen.
Was aber, wenn wir jede Pommes, jeden Burger, jedes Eis oder Chips selber herstellen müssten? Jeden Tag würden wir uns sicher nicht die Mühe machen, oder?

Aber, es lohnt sich! Ich hab mir heute die kleine Mühe gemacht und Pommes selber gemacht! Es ist tatsächlich kein Vergleich mit den Industriepommes.

Also:

  • Kartoffeln schälen und 10 min vorkochen
  • auskühlen lassen
  • in 1cm breite Stifte schneiden und in einer Schüssel mit 2 EL Olivenöl wenden
  • einzeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen
  • Mit Fleur de Sel und Pfeffer oder anderen Gewürzen bestreuen
  • Rosmarin hinzugeben
































  • Den Ofen auf 200°C vorheizen
  • Die Kartoffeln reingeben
  • nach 15 min jede einzelne Pommes umdrehen und nochmal ca. 15 min auf der anderen Seite bräunen.


Ich hab die Pommes mit einem saftigen Steak und Erbsen gegessen. Ein würdiges Sonntagsessen.


Sonntag, 6. November 2011

Besonderslecker im Museum der Arbeit

Heute war Besonderslecker wieder im Museum der Arbeit in Hamburg. Das letzte Mal im Mai war ich leider verhindert, so dass es für mich heute das erste Mal war.
Eine schöne Mischung kleiner Hamburger Manufakturen versammelt sich im Museum der Arbeit und bietet selbstgemachtes, was man sonst nicht immer in den Läden bekommt. Überall kann man probieren und die stolzen und freundlichen Hersteller geben bereitwillig Auskunft über Zutaten und Verwendungsmöglichkeiten. Man merkt den Leuten den Spaß, an dem, was sie tun, an. Das ist sehr schön zu sehen!
Wer wissen will, wer alles ausgestellt hat, schaut am besten in die Ausstellerliste. Und wer ein paar Impressionen auf sich wirken lassen möchte.... bitte schön!

 Schön früh nach der Eröffnung ist die Halle gut gefüllt.
 Marge hat den Weihnachtsdreier vorgestellt.






































Julia´s Soulfood bedarf keiner weiteren Worte, oder?






































Ich hab die "Himbeerfelder für immer" von Senf Pauli probiert.... richtig lecker!



Slowfisch in Bremen

Gestern war ich auf der Slowfisch in Bremen. Getroffen habe ich mich mit anderen Bloggern z.B. Hendrik von Wurstsack , Steph vom Kleinen Kuriositätenladen oder Benedikt von Essen und Trinken .. Es war eine bunte Truppe und wir hatten die große Ehre, von zwei Slowfood Mitgliedern über die Messe geführt zu werden.

Ich war eigentlich mit Essen ohne Kantine gemeldet, denk aber, dieser Bericht passt besser hier hin.

Erste Station war der Slowfood Stand, wo die Leitsätze von Slowfood (gut, sauber und fair) erklärt wurden. Ich bin seit vielen Jahren Slowfood Mitglied, weil ich denke, dass es sehr wichtig ist, die Vielfalt der Lebensmittel zu erhalten und Lebensmittel so zu produzieren, dass es tatsächlich noch "Lebens"-Mittel sind.
Weiterhin ist das Slowfood Youth Food Movement vorgestellt worden, das Netzwerk der jungen Slow Foodies.

Zweite Station war Neuland. Der Verein hat Richtinien definiert, wie Fleisch artgerecht und umweltschonend produziert werden kann. Auch werden hier seltene Arten wie das Bunte Bentheimer wieder gezüchtet. Ich hab eine Bratwurst dort am Stand gegessen und die war richtig gut!!

Weiter gings zu Kutterfisch. Dort wurde uns erklärt, wie Beifang vermieden werden kann (durch größere Maschengröße), wie wir auch bei abgepacktem Fisch anhand der Tracking Nummer genau sehen können, wann und wo unser Fisch gefangen wurde, wie das Schiff und der Kapitän heißt.
Ich darf ja leider nur sehr selten Fisch essen, aber achten sollte man auf jeden Fall auf das MSC Siegel achten.




Die letzte Station des Slowfisch Rundgangs war der Stand von Augustus-Rex -  eine besondere Spezialitätenbrennerei aus Dresden. Augustus Rex verwendet für seine Destillate alte, fast vergessene Obstsorten. Das kann man in den Bränden und Likören riechen und schmecken. Aber auch Brände aus Schokolade oder Espresso - Nein, ich hab die nicht alle probiert. Eine spannende Geschichte fand ich das "Dresdner weiße Wunder" , beim dem aus Milch Alkohol gewonnen wurde.

Insgesamt war das ein sehr schöner Besuch der Slowfisch und ich danke nochmal Kristin Skandera von der Messe Bremen, die das alles für uns Blogger möglich gemacht hat!

Spaghetti in Wildkräutersenfsauce


Ich war gestern auf der Slowfisch in Bremen (ein Bericht folgt noch) und habe mich da und dort durchprobiert. Herrlich, da merkt man mal wieder, wie gut, sauber und fair produzierte Lebensmittel schmecken können! Ich habe den Stand vom Kloster Rühn entdeckt und da wars um mich geschehen. Ich habe die Öle und Essige und eben diesen Wildkräutersenf probiert. Eine Explosion auf der Zunge und ich hatte sofort eine Idee, was man wohl damit anstellen könnte, ausser diesen auf Brot zu essen.











Es gab Spaghetti in Wildkräutersenfsahnesauce (was für ein Wort!) mit fritierten Frühlingslauch und Parmesan.

Spaghetti nach Packungsanweisung kochen. Ein Teelöffel von diesem Senf in einen Topf geben und mit ein wenig Gemüsebrühe (die ich immer in Eiswürfelbeuteln eingefroren habe) aufkochen, vom Herd nehmen und zwei gute Schlücke Sahne hinzugeben und nochmal aufkochen. Frühlingslauch in eine heiße! Pfanne mit ein wenig Olivenöl geben und knusprig frittieren - auf Küchenpapier entfetten. Parmesan reiben und über die Spaghetti geben. Ich hatte noch ein bißchen Kresse für die Deko. Der Senf ist so würzig, dass ein nachwürzen mit Salz und Pfeffer nicht nötig war. Das ist so einfach und in der Kochzeit der Pasta erledigt. Guten Appetit!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Knusperhühnchen mit Tomaten und Kartoffeln

Heute gabs ein schnelles Hühnchen. Und das auch noch knusprig.

























Und so gehts:


  • Kleine Pellkartoffeln in Salzwasser weich kochen. Ich hatte kleine Drillinge.
  • Tomaten - möglichst verschiedene Sorten - einritzen, 1 min in kochendes Wasser geben und in einer Schüssel mit Eiswasser abschrecken. Tomaten abkühlen lassen. Dann die Tomaten häuten und in einer Schüssel zermanschen.
  • Bio-Hühnchenschenkel mit Olivenöl, Fleur de Sel und Pfeffer einmassieren. In einer Pfanne mit Pflanzenöl von allen Seiten anbraten.
  • Backofen auf 200°C vorheizen.
  • Eine Zwiebel in Ringe schneiden.
  • Kartoffeln halbieren und zusammen mit dem Huhn, Zwiebel, den zermanschten Tomaten und etwas Olivenöl in eine Backofen-feste Form geben.
  • Kräftig salzen und pfeffern. Wenn ihr frische Kräuter wie Oregano oder Thymian habt auch rein geben.
  • ca. 40 min in den Ofen geben.
Und dann: Geniessen! Das Fleisch bleibt wunderbar saftig, Tomaten und Kartoffeln sind sehr aromatisch.Toll und sehr einfach!

Hier mal die Geschichte vor dem Ofen:

























Huhn nach dem Ofen:

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Kartoffelsuppe mit Knusperspeck

Heute mittag gabs Kartoffelsuppe. Mit Knusperspeck. Und das war mal richtig lecker. Schaut mal hier:

























Und das schöne ist, es ist wie immer ganz einfach:

Kartoffeln schälen, Zwiebeln und Speck in kleine Würfel schneiden und in neutralem Pflanzenöl anbraten.
Mit Gemüsebrühe (ich hatte heute Hühnerbrühe) ablöschen und aufgiessen. Ca. 30 min köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.

Eine Runde mit dem Pürierstab durch die Kartoffeln, wer will etwas, Sahne hinzu. (Ich wollte) Mit Fleur de Sel, schwarzem Pfeffer, Chiliflocken und Muskatnuss kräftig würzen.

Für den Knusperspeck:
Speckwürfel in eine Pfanne ohne Fett geben und bis zum gewünschten Bräunungsgrad rösten. Über die Suppe geben. Fertig. Großartig. Lecker!

Wer keinen Speck mag, nimmt in der Suppe dann etwas mehr Fleur de Sel und als Knusper könnte ich mir Weißbrotwürfel in Olivenöl und Fleur de Sel geröstet vorstellen.

Mittwoch, 14. September 2011

Rosenseitlinge mit Kartoffelpüree

Ich war auf dem Isemarkt und ein Stand mit ganz verschiedenen Pilzen hatte es mir angetan.
Nämlich der hier:

Eigentlich wollte ich eine schöne Mischung der verschiedenen Pilze kaufen und die in einer bunten Pilzpfanne mit Reis machen. Als ich dann dem Händler sagte, ich wolle die Rosen- und Zitronenseitlingen, Steinpilze und Pfifferlinge haben, hat er mir diesen Wunsch verweigert.
Ich solle nur den Rosenseitling nehmen und folgendermaßen machen:
Die Rosenseitlinge und das Kartoffelpüree.

Für das Püree:

  • Kartoffeln waschen, schälen und in Salzwasser ca 20-25 min kochen
  • Frühlingslauch in Butter anbraten
  • Milch mit Fleur de Sel, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss erwärmen
  • Kartoffeln abgiessen und stampfen, etwas Butter, ein Teil des Frühlingslauchs und die Würzmilch hinzugeben bis ein cremiges Püree entstanden ist.
Für die Seitlinge:

  • Seitlinge putzen und die Wurzeln etwas wegschneiden
  • in einer Pfanne mit Butter, Thymian (und Knoblauch) rösten, 
  • Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten
Püree und Pilze anrichten und mit Pinienkernen und Parmesan servieren.

Die Pilze werden ganz kross. Ein schönes und einfaches Mittagessen.



























Dienstag, 13. September 2011

Im Einkaufskorb - meine Lieblinge in Hamburg

Astrid von Arthurs Tochter Kocht hat dazu aufgerufen, gute Adressen für den Einkauf in der Region zu verraten. Eine tolle Idee, an der ich mich gerne beteilige - natürlich für Hamburg.


Mit den Kategorien tu ich mich etwas schwer aber ich versuchs einfach mal:


Mein eins für alles:


Gut Wulksfelde
Wulksfelder Damm 15-17
22889 Tangstedt/Hamburg
Tel 040-644 251 0
Das Gut Wulksfelde ist mein Rundum-Glücklich-Paket mit Onlineshop und Lieferservice, eigener Gärtnerei und eigener Tierhaltung. Es lohnt sich, im Hofladen vorbei zu schauen oder auch mal in der Gutsküche zu essen. Hier bekomme ich tatsächlich fast meine ganzen Lebensmittel bis vor meine Wohnungstür gebracht.


Isemarkt
Der Isemarkt ist Hamburgs wohl schönster Wochenmarkt. Unter der Hochbahntrasse zwischen den Haltestellen Eppendorfer Baum und Hoheluftbrücke gelegen, offenbart sich Dienstags und Freitags zwischen 9 und 14 Uhr ein Paradies für Lebensmittelliebhaber. Leider auf Grund der Zeiten ist dieser Genuss für mich nur im Urlaub möglich.


Mutterland
Ernst-Merck-Straße 9-11 
Ecke Kirchenallee
20099 Hamburg - St. Georg
 

Telefon: 040-2840 7978
Das Mutterland bietet Feinkost aus Deutschland sowie Brot, Käse, Wurst, Molkereiprodukte. Ausserdem gibts ein Café und Onlineshop. Dank der Lage am Hauptbahnhof sind die Öffnungszeiten (8-21Uhr) sehr großzügig bemessen.


Bäcker:


Effenberger
Rutschbahn 18
20146 Hamburg
Tel: 040 45 54 45

Vollkornbäckerei mit der Möglichkeit eine Führung durch die Backstube zu machen. 
Das Brot ist jedes Mal einfach saftig und sehr lecker ... mit den besten Zutaten.


Fleisch und Wurst:


Schröder's Bioland Fleisch- und Wurstwaren
Seestern-Pauly-Str. 12
21493 Schwarzenbek

 Tel 04151 868 21 0
Die Fleisch und Wurstwaren von Schröder werden auch beim Gut Wulksfelde verkauft. 

Käse:

Alles Käse &  Co
Ellmenreichstraße 28
20099 Hamburg 
Tel 040 80 79 52 78
Frau Werner hat uns gestern durch eine Verkostung der norddeutschen Käsevielfalt geführt, die einfach Spaß gemacht hat. Es gibt in dem kleinen Laden hintern Hauptbahnhof immer zwischen 30-40 verschiedene Sorten. Da kann man sich mal durch probieren....

Marmeladen:

nur Onlineshop und in ausgewählten Feinkostgeschäften (z.B. Mutterland) in Hamburg und Umgebung
Marge kocht Ihre Fruchtaufstriche mit viel Liebe nach tradionellen Rezepten und beschriftet jedes Glas individuell. Ein wahrer Genuss!


Das ist eine vorläufige Liste, denn ich habe bestimmt den oder anderen Liebling vergessen. Daher ist dieser Post eher ein vorläufiges Ergebnis. Was sind eure Lieblinge in Hamburg?

Montag, 12. September 2011

Taste the waste - Ich war im Kino

Ich war gerade im Kino - das ist nichts ungewöhnliches. Genau! Aber bei manchen Filmen geh ich mit einer großen Wut im Bauch aus dem Kino raus. Nicht etwa, weil mir der Film nicht gefallen hätte sondern weil dieser Film in einer Reihe von Dokumentarfilmen steht, die mir jedes Mal die Wut in den Bauch treiben.
In diesen Filmen geht es im weitesten um Dummheit, Gier und Ungerechtigkeit.

Jetzt also Taste the Waste:

Warum schmeißen wir unser Essen auf den Müll?
Deutsche Haushalte werfen jährlich Lebensmittel für 20 Milliarden Euro weg - so viel wie der Jahresumsatz von Aldi in Deutschland. Das Essen das wir in Europa wegwerfen, würde zwei Mal reichen, um alle Hungernden der Welt zu ernähren. Valentin Thurn hat den Umgang mit Lebensmitteln international recherchiert und kommt zu haarsträubenden Ergebnissen. Jeder zweite Kopfsalat wird aussortiert, jedes fünfte Brot muss ungekauft entsorgt werden. Kartoffeln, die der offiziellen Norm nicht entsprechen, bleiben auf dem Feld liegen und kleine Schönheitsfehler entscheiden über ein Schicksal als Ladenhüter. In den Abfall-Containern der Supermärkte findet man überwältigende Mengen einwandfreier Nahrungsmittel, original verpackt, mit gültigem Mindesthaltbarkeitsdatum. Auf der Suche nach den Ursachen und Verantwortlichen deckt er ein weltweites System auf, an dem sich alle beteiligen.
Die Folgen reichen weit, denn die Auswirkungen auf das Weltklima sind verheerend. Die Landwirtschaft verschlingt riesige Mengen an Energie, Wasser, Dünger und Pestiziden, Regenwald wird für Weideflächen gerodet. Mehr als ein Drittel der Treibhausgase entsteht durch die Landwirtschaft. Nicht unbedeutend sind auch die Berge verrottender organischer Stoffe, denn das entstehende Methangas wirkt sich auf die Erderwärmung 25 Mal so stark aus wie Kohlendioxid.
TASTE THE WASTE zeigt dass ein weltweites Umdenken stattfindet und dass es Menschen gibt, die mit Ideenreichtum und Engagement diesem Irrsinn entgegen treten. 
Kleine Schritte, die eine große Chance bedeuten. 
(Quelle: Tastethewaste.com)

Die Bilder in diesem Film sind echt nicht für Anfänger. Es ist wahrhaft ekelhaft zu sehen, wie containerweise Obst, Gemüse, Brot und verpackte Lebensmittel einfach weggeschmissen werden. 

Und das "Schlimme" dabei war, dass ich mich selbst erwischt habe in meinem alltäglichen Verhalten. Ich habe letztens eine Packung Mozzarella weggeschmissen, die ein paar Tage übers Mindesthaltbarkeitsdatum war aber deren Packung überhaupt nicht aufgebläht war. Warum habe ich das gemacht? Ich weiss es nicht. 
Kann es sein, dass wir vergessen haben zu entscheiden, wann Lebensmittel nicht mehr geniessbar sind und uns blind auf das - willkürlich - aufgedruckte Datum verlassen? Müssen wir das nicht wieder lernen? 
Lebensmittel durch riechen, anfassen, anschauen und schmecken zu beurteilen? 

Die zweite Sache, dass Supermärkte unglaublich viel Lebensmittel - teilweise 6! Tage! - vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum wegschmeissen. 


Erst dachte ich noch, betrifft mich nicht, ich kaufe 90% meiner Lebensmittel nicht im Discounter oder Supermarkt sondern bei meinem Biohof. Aber - ich weiss ja gar nicht, wie die das machen. Die können ja auch nicht auf die letzte Gurke kalkulieren. Ich habe allerdings die Hoffnung, dass die - obwohl verboten!- nicht mehr verkaufbares Obst und Gemüse an ihre Tiere verfüttern. Ich werde das nachfragen und hier berichten.
 Und müssen wir uns vielleicht nicht von den perfekt aussehenden Lebensmitteln verabschieden? Eine krumme Gurke schmeckt ja nun auch nicht anders als eine gerade, oder? 

Was bleibt für mich von diesem Film?
Ich finde es nach wie vor wichtig, meine Lebensmittel saisonal und regional einzukaufen, so oft es geht auf den Wochenmarkt gehen, kleine Produzenten unterstützen und im nächsten Jahr meinen Balkon mal ernsthaft mit Kräutern und Gemüsen bepflanzen und hoffen, dass bis dahin der grüne Daumen wächst.  

Dienstag, 6. September 2011

Urlaubserlebnis 3/11 - Baustellenmenü im Nil

Das Nil bietet nicht, wie man auf Grund des Namens annehmen könnte, ägypische sondern als Slowfood Fördermitglied, frische, regionale und gehobene Küche, die immer einen Besuch wert ist.

Jetzt braucht das Nil eine neue Küche und bis Mitte September gibt es ein Baustellenmenü, das ich gestern im Rahmen meiner Urlaubserlebnisse probiert habe.
Trotz Baustelle waren die Tische mit weissen Tischdecken gedeckt und ich konnte sogar draussen auf der wunderschönen Terrasse sittzen.























Der Brotkorb mit zwei Sorten noch warmen Brotes und Butter standen schnell auf dem Tisch.
Und dann kam das, auf das ich mich am meisten gefreut habe, die Vorspeise:
Bunte Bete mit jungem Ziegenkäse. Einfach aber so großartig!
Die Hauptspeise: Entrecôte mit Kartoffelecken, Cole Slaw und Sauce béarnaise.
Die Kartoffeln waren für mich ein wenig zu dunkel und ich hätt mir in der Sauce noch ein paar frische Kräuter gewünscht. Der Cole Slaw dagegen war perfekt, das Fleisch auf dem Punkt. 

Als Dessert gabs die riesen Portion Mousse au Chocolat mit -nicht wie angekündigt Kirschen sondern - Pflaumen. Das ist ja immer sehr lecker.
Der Service war sehr freundlich und unaufgeregt. Mein Highlight war auf jeden Fall die Vorspeise. Aber das könnt ihr euch ja denken, wo ich euch doch letztens so von der Roten Bete vorgeschwärmt habe. 

Also, als Fazit kann ich einen Besuch im Nil uneingeschränkt empfehlen.


Montag, 5. September 2011

Urlaubserlebnis 2/11 - Foodmarket

Ein Highlight im September in Hamburg ist jedes Jahr der Foodmarket. Über 100 Aussteller - Restaurants, kleine Manufacturen, Obst- und Gemüsehändler - geben sich in den Hallen des Hamburger Großmarktes ein Stelldichein.
Es ist wirklich eine wahre Freude diese wunderbaren Stände mit all den Leckerein zu sehen.

Ich habe mich für den Schäufelebraten vom Rind mit Wildkräuter Kartoffelstampf entschieden. Gerald Zogbaum von der Küchenwerkstatt hat mit seiner Mannschaft ein Meisterwerk an Zartheit erschaffen. Das Fleisch ist einfach so auf der Zunge zergangen. Ein Traum!


Nach einer weiteren Runde über die Stände bin ich wieder bei der Küchenwerkstatt gelandet, weil die Macarons so einladend aussahen und ich nicht widerstehen konnte.


























Dann möchte ich euch noch was ganz leckeres ans Herz legen. MARGE FeineCreationen.  Die Marmeladen sind so fruchtig und sehen so ansprechend aus. Die muss man einfach probieren!


Montag, 29. August 2011

Urlaubserlebnis 1/11 - Mittagessen im Slowman

Es wieder so weit: Ich habe Urlaub! Und das ist für jeden natürlich ein sehr schöner Zustand. Da ich dieses Mal nicht groß weg fahre - war ich doch im März erst auf Madeira - ist es wieder Zeit für Urlaubserlebnisse.

Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Urlaub ist es, die verschiedenen Mittagstische in Hamburg zu testen.
Heute war es nach einem Jahr wieder mal das Slowman. Berichte vom Dienstag und Donnerstag 2010 könnt ihr ja mal nach lesen.

Also heute - nach einem Jahr - gibt es das Slowman noch, alles wirkt eingespielter, professioneller. Den schnellen Teller gibt es immer noch, allerdings nicht mehr für € 8,90 sondern für € 10,90. 
Was aber vollkommen ok ist, denn die Portionen sind auch ein gutes Stück größer. 













Es gab heute Flusskrebs-Guken Maki. Für meinen Geschmack hätte es noch ein wenig Ingwer mehr sein können, aber geschmacklich wars gut.













Dann kamen die hausgemachten Tagliatelle mit Cherry-Tomaten, Ruccola und Parmesan, dazu ein noch warmes Pizzateigbrötchen und einem gemischtem Salat. 

Die Tagliatelle hätten für meinen Geschmack etwas mehr al dente sein können und es war etwas zu viel Sauce. Der Salat war sehr lecker. 








 Als Dessert gabs einen Schoko-Obst-Spiess mit Melonen Obstsalat. Passend und lecker.

Einen Espresso mit "Wellness"-Praline zum Abschluss. Ich hab allerdings nicht herausgefunden, was "Wellness" an der Praline sein soll, lecker wars auf jeden Fall und auch der Espresso war so, wie er sein soll: Stark, schwarz und heiß.

Ingesamt ist das Slowman immer einen Mittagstisch wert; allerdings hab ich so den Eindruck, dass die aussergewöhnlichen Aromen von vor einem Jahr den Essensgewohnheiten der Hamburger angepasst sind?!  

Welche Mittagstische in Hamburg kennt ihr noch? Welche soll ich ausprobieren?

Sonntag, 28. August 2011

Mais Bio Hähnchen mit Gemüse

Am Freitag war bei dem Geflügelhändler auf meinem Rückweg vom Büro Bio Mais Hähnchen im Angebot. Es kommt selten genug vor, dass er überhaupt Biohuhn im Angebot hat, da heißt es: zugreifen. Ich habe ein kleineres Hähnchen von 1,6 kg genommen.


Zuhause hab ich es von aussen und innen gewaschen und mit dem Küchentuch trocken getupft. Unter die Brusthaut habe ich Rosmarin und Thymian gestopft, damit das Fleisch schön saftig wird. Dann habe ich es rundum mit einer Marinade aus Butter, Olivenöl, Fleur de Sel, Pfeffer und Honig eingerieben und mit der Brust nach unten in einen Bräter getan. Kartoffeln, Tomaten und Paprika dazu und bei 200°C Umluft in den Ofen.

























Ich habe mir die Küchenuhr immer auf 20 min gestellt und dann immer mal wieder nach dem Rechten geschaut. Zwischendurch immer mal wieder mit der Marinade einpinseln. Nach ca. 1 Stunde auf die andere Seite drehen und wieder mit Marinade einpinseln.
Fertig ist es, wenn sich das Fleisch an den Beinen von den Knochen löst und die Haut schön braun ist. Ich sag euch, das war ein Genuss....


Dienstag, 16. August 2011

Rote Bete mit Rauke, Parmesan und Mandeln

Manchmal ist eine gute Idee eine gute Idee, oder?

Als ich vor ein paar Wochen in dem aktuellen Jamie Oliver Magazin blätterte, sprang es mir entgegen, dieses Rezept. Grund genug für mich, dieses einfach mal auszuprobieren.

Da Rote Bete gerade Saison haben und dementsprechend beim Bio-Lieferservice im Angebot waren, eine schnelle Entscheidung.

Die rote Bete grob abwaschen und aufpassen, dass die Schale nicht verletzt wird. Sonst habt ihr nach dem Kochen nur eine graue Masse übrig. In Salzwasser ca. 30-50 min kochen. Hängt natürlich an der Größe der Knolle. Danach auskühlen lassen und schälen: Achtung! Handschuhe und Schürze nicht vergessen, sonst bekommt ihr die Flecken nie wieder raus.
Rote Bete in Stücke schneiden.
Rauke waschen, Parmesan in feine Scheiben schneiden.
Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten... Achtung! nicht zwischendurch an den Computer gehen, schön aufpassen, dass die nicht zu dunkel werden.
Joghurt mit Fleur de Sel, Pfeffer, Schwarzkümmel und Zitronensaft abschmecken.
Auf einem Teller anrichten. Fertig! Lecker!



Ach so, wenn ihr dann später mal auf Toilette müßt... nicht erschrecken, es ist alles in Ordnung mit euch... Rote Bete färbt nicht nur Hände oder T-Shirts :-)

Samstag, 13. August 2011

Ich brauch mehr Platz!

Vielleicht habt ihr euch gewundert, als ihr jetzt hier hin gekommen seid, wie es hier aussieht. Die Farbe ist verschwunden und der Platz wird breiter ausgenutzt. Das hat mehrere Gründe:
Nach 1 1/2 Jahren war mir nach einem Tapetenwechsel.
Und ich wollte für die Posts mehr Platz haben, damit ich die Fotos größer machen kann und das war mit dem alten Design leider nicht möglich.

Ich hoffe, ihr fühlt euch mit dem neuen Design wohl - ich tu es!

Sonntag, 7. August 2011

Apfel-Speck-Pfannkuchen mit Mango-Chili-Salsa

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

Huch, jetzt ist es passiert. Mein zweiter, ungeplanter, Beitrag für das Blog-Event vom Chef Hansen.

Also, eigentlich wollte ich ja nur für Essen ohne Kantine kochen. Zwar auch wieder nicht nach Plan aber dennoch. Es sollte Pfannkuchen mit Apfelkompott geben. So weit, so gut.

Aber da ich am Donnerstag wieder frischen Speck und eine vollreife Mango vom meinem Bio-Lieferservice bekommen habe, war die Idee geboren.

Ihr braucht:
Für die Pfannkuchen:

  • Mehl
  • Eier
  • Fleur de Sel
  • Milch
  • Mineralwasser
  • Apfel
  • Speck
Mehl, Eier, Fleur de Sel, Milch und Mineralwasser zu einem glatten Pfannkuchenteig verrühren. Notfalls durch ein Sieb geben, falls noch Klümpchen in dem Teig sind. Apfel und Speck in kleine Würfel schneiden und zu dem Teig geben. Ca. 30 min ruhen lassen.

Für die Mango-Chili-Salsa
  • Mango
  • Fleur de Sel
  • Chili-Flocken (oder frische Chili)
  • Orangensaft
  • Zitronenabrieb
In der Zwischenzeit die Mango schälen und in kleine Würfel schneiden. Fleur de Sel, Chili, Orangensaft und Zitronenabrieb hinzugeben. Ca. 5 min auf kleiner Flamme köcheln lassen.

Die Pfannkuchen in der Pfanne mit Butter backen. Mit der lauwarmen Salsa servieren. Guten Appetit.



Donnerstag, 28. Juli 2011

Ran an den Speck - Kochevent die Zweite - Pfifferling-Speck-Risotto

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

Mein zweites Kochevent und wieder ein Thema, an dem ich nicht vorbei komme. Ran an den Speck - und das Schöne daran, es geht nicht um den Speck auf meinen Hüften sondern an den Genuss dieses rauchigen, würzigen, geschmack gebenden Lebensmittel. Allerdings war es gestern gar nicht so einfach, ein schönes Stück Speck zu bekommen: Es scheint in einem normalen Lebensmittelgeschäft Speck zu geben, der nicht evtl. mit JODSalz, Aroma, Konservierungsmittel oder in der Bio-Variante mit Gemüsepulver?! behandelt ist. Kann mir mal bitte jemand erklären, wozu man Speck mit Gemüsepulver versetzt? Sachdienliche Hinweise und so....
Glücklicherweise hatte ich noch ein kleines Stück Speck von meinem Biohof da. Ich hätte da gerne mehr gehabt, aber was nicht ist, ist nicht.

Jetzt zum Rezept:

  • Risotto (hier Carnaroli)
  • Pfifferlinge
  • Speck
  • Zwiebeln
  • Weißwein
  • Gemüsebrühe
  • Petersilie
  • Frühlingslauch
  • geröstetes Walnussöl, Olivenöl
  • Parmesan
  • Butter
  • Fleur de Sel, Pfeffer
Zur Vorbereitung Pfifferlinge putzen, Speck und Zwiebeln in Würfel schneiden, Frühlingslauch waschen und in Rauten schneiden.
Die Hälfte der Zwiebeln mit Olivenöl und dem Reis in einem Topf anschwitzen. Mit Wein ablöschen und umrühren bis die Flüssigkeit fast verschwunden ist. Dann ein wenig Brühe hinzugeben, häufig aber nicht ununterbrochen rühren bis die Flüssigkeit fast verschwunden ist. Das Ganze ca. 20 min wiederholen. In der Zwischenzeit Speck und Zwiebeln in Walnussöl und Olivenöl anschwitzen. Pfifferlinge dazugeben. Kurz vor Ende, je die Hälfte Petersilie und Frühlingslauch hinzugeben.
Ist das Risotto noch bißfest, die Pfifferlinge unterheben, Butter und Parmesan vorsichtig unterrühren. Evtl. mit Fleur de Sel und Pfeffer abschmecken (Je nachdem wie stark die Gemüsebrühe gewürzt war, ist das nicht notwendig)
Auf Tellern anrichten, den restlichen Frühlingslauch und Petersilie über das Risotto geben, das gibt Biss.

Dazu würde sicher auch ein schönes Stück Fleisch passen, ich habe es als Hauptgericht gegessen.
Guten Appetit!





Mittwoch, 20. Juli 2011

Gurken Basilikum Suppe

Manchmal sind die einfachen Dinge die Besten, oder?
Zum Beispiel diese einfache Gurken Basilikum Suppe. Und sie ist unendlich wandelbar. Ich kann mir dazu sehr gut ein paar Garnelen oder ein Lachstartar oder auch krossen Speck vorstellen.
Hier aber mal das Grundrezept... variieren könnt ihr ja selber...

Für die Gurken Basilikum Suppe braucht ihr:
Salatgurken
Joghurt
Apfelessig
Olivenöl
Basilikum
Fleur de Sel
Pfeffer

Gurken waschen, schälen und klein schneiden. Mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß tun und pürieren.
Ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen. Kurz vorm Servieren noch mal schaumig pürieren. Fertig! Lecker!

Nudel-Lachs-Salat - Suchtgefahr!

Irgendwie scheine ich diese Woche "Essen ohne Kantine" nicht unter Kontrolle zu haben. Entweder werden mir die Zutaten vorher schlecht oder ich vergesse, Huhn aufzutauen (hab allerdings festgestellt, dass da gar kein Huhn mehr im Froster war). Und da es anscheinend kein Biohuhn auf meinem Nachhauseweg gibt, hab ich diesen wunderbaren Nudelsalat als Alternative gezaubert.

Ihr braucht dafür:
Pasta (hier Penne, geht aber auch jede andere Nudelform)
Joghurt
Mayonaise (gerne selbstgemacht)
Bio-Zitrone
Bio-Lachs
Tomaten
Basilikum (gerne von eigenem Balkon)
Erbsen
Fleur de Sel
Pfeffer

Pasta nach Packungsanweisung kochen (-1min)
Mayonaise und Joghurt mit einem Spritzer Zitronensaft zu einer glatten Creme verrühren. Mit Fleur de Sel und Pfeffer abschmecken.
Tomaten waschen und in Stücke schneiden. Basilikum grob zerrupfen.
Tomaten, Basilikum und Erbsen in die Creme geben.
Nudeln abgiessen und wenn sie abgekühlt sind, ebenso dazu.
Lachs salzen, pfeffern und einige Tropfen Zitronensaft drüber geben. In einer Pfannne mit neutralem Pflanzenöl (ich hatte Sonnenblumen) von jeder Seite kurz anbraten. Der Lachs darf in der Mitte gerne noch glasig sein.
Lachs abkühlen lassen, in grobere Stücke zerteilen und zu dem Rest geben. 10 min durchziehen lassen, nochmal abschmecken. Guten Appetit!