Dienstag, 28. Dezember 2010

Mittagessen im Tschebull

Wer mich kennt, weiss, dass ich im Urlaub gerne die Mittagstische der Stadt ausprobiere.
Heute war also das Tschebull im Levantehaus in Hamburg an der Reihe. Wobei Mittagstisch wohl etwas untertrieben ist.
Da ich nun mal Urlaub habe, habe ich mir heute das 3-Gänge Relax Menü gegönnt und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Aber von vorn:
Ich hatte Glück und habe um kurz nach 12 noch einen Platz gekommen. Aufgrund einer größeren Geburtstagsgesellschaft haben spontane Gäste nach mir keinen mehr bekommen.
Ich wurde im "Kaminzimmer" platziert, mit Lammfellen auf den Stühlen. Allerdings bestand der Kamin - zum Glück - aus einem in der Wand eingelassenen Bildschirm mit Kaminfeuer DVD. Sonst wäre es auch sicher zu warm geworden.
Zum Menü:

Als Vorspeise gab es Feldsalat mit Estragonsenfdressing und knusprigen Ferkelbauch mit Nusstopping. Sehr gut abgestimmte Aromen, ein guter Einstieg.




Als Hauptgang gabs rosa gegarte Kalbshüfte mit Petersilienwurzelrisotto, Rosenkohl  & glacierten Äpfeln.
Das Risotto war auf dem Punkt, das Fleisch perfekt gegart und der Kohl sehr süß. Ich bin begeistert.

Das Dessert - der Zuckerschock - Lebkuchen-Schokoladenterrine mit Birnensorbet... wow, knusprig, süß, fruchtig, vollmundig.. ein Traum! Dazu den perfekten Kaffee - ein toller Abschluss für meine erste Tschebull-Erfahrung.

Noch ein Wort zur Einrichtung: in verschiedene Bereiche eingeteilt, von Lounge; Bar; Restaurant ... im Sommer auch mit Außenbereich auf der Mö. Aber am meisten haben mich die Toiletten beeindruckt... sonst stell ich ja solche Fotos hier nicht rein, aber sowas will ich euch nicht vorenthalten...
Ich bin mir sicher, das war nicht mein letzter Besuch im Tschebull. Klasse! Gefällt!


2. Theaterstreich - 6x7 The Art of Artistic and Dance

Am Abend des zweiten Weihnachtstages war ich in den Fliegenden Bauten am Heiligen-Geist-Feld bei 6x7.
Die Fliegenden Bauten sind ein großes Zelt, das für mich immer ein wenig zu gut geheizt ist. Die Athmosphäre dagegen ist grandios. Diesmal gab es Dinnertische im ganzen Zelt. Das hat mich auch dazu "verleitet" einen Rohmilchkäseteller mit Feigensenf für € 11,50 zu bestellen. Der Teller war sehr übersichtlich und ich bin mir nicht sicher, ob Frischkäse aus Rohmilch ist. Nun ja, jetzt aber zum eigentlichen Geschehen.
Eine Bemerkung vorab: Leider waren keine Fotos erlaubt, deshalb nur eins von vor Beginn der Veranstaltung, als ich das noch nicht wußte. Diese wunderhübsche Frau hat sehr sphärische Musik zum Essen aufgelegt und ist, was ich sehr schön fand, sehr mit und in der Musik aufgegangen. Ein schöner Anblick!

Dann ging es los, und ich muss sagen, ab da saß ich die meiste Zeit mit offenen Mund vor Stauen und Begeisterung auf meinem Stuhl. 13 junge Menschen entweder in Frack oder sehr knappen Unterwäschekleidern zu der Musik von Lale Andersen mit schwarz-weißen Videoinstallationen tanzten Emotionen pur. Die Zigarettenspitzen durfen in diesen Bildern natürlich nicht fehlen.
Weiter gings mit Tango im Stil von Gotan Project. Alles sehr sinnlich, energiereich und großartig getanzt. Zwischendurch gab es immer wieder akrobatische Darbietungen, die Stauen und Begeisterung zur Folge hatten. So z.B. ein Handstandakrobat, der auf 4 Stangen seine Künste vorführte ... Großartig!

Insgesamt ein absolut gelungener Abend mit begnadeten Körpern, tollen Tänzern, mitreissender Musik und einem großartigen Konzept.
Wenn ihr die Möglichkeit hab, dieses Ensemble irgendwo zu sehen ... zögert nicht! Es lohnt sich.

Sonntag, 26. Dezember 2010

1. Theaterstreich: Nacht-Tankstelle im St. Pauli Theater

Seit ich nach Hamburg gezogen bin, gehe ich in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ins Theater, Konzert, Zirkus etc. Fast jeden Tag. Mit Spaß. Und großen Augen.

Gestern nachmittag also der erste Streich: Nacht-Tankstelle: Der neue Liederabend von Franz Wittenbrink.

Franz Wittenbrink ist zumindest in Hamburg bekannt für seine szenischen Erzähl-Liederabende, die immer wieder überraschend und mit großartigen Sängern ausgestattet sind. Dabei mischt er gekonnt allseits bekannte Lieder - zum Teil mit eigenen Texten, zum Teil im Orginal - mit Eigenkompositionen. Mit viel Witz und Augenzwinkern ist ein Wittenbrink Abend ein sehr kurzweiliger.

Jetzt zum gestrigen Abend:

In fast Originalkulisse der Esso Tankstelle auf dem Kiez treffen sich die Nachtschwärmer. Und es ist ein besonderer Abend, der da allerlei Volk – in diesem Fall die Punkerin, den arbeitslosen Seemann, den Philosophieprofessor, den jungen Rapper, die aus dem Augustinum entlaufene Seniorin samt der sie suchenden polnischen Altenpflegerin, der Betrunkene von der Weihnachtsmannvermittlung, die Prostituierte, die Investment-Bankerin oder gar ein Eisbär - in ihrer Tristesse vereint: Der Heilige Abend. Zeit einzukehren, das Jahr Revue passieren zu lassen. (Text vom St. Pauli Theater)

Eine hinreißende Mischung der Charaktere und Musikgenres - vom Weihnachtslied, über Aggro Rap, Pop, Jazz, Funk, Soul, Reggae, Rock, Singer-Songgwriter..... und ich hab bestimmt noch was vergessen.

Das Theater war am 1. Weihnachtstag um 15 Uhr leider nur halb besetzt, was den Vorteil hatte, dass ich nicht im zweiten Rang auf meinem bezahlten Platz saß sondern unten im Parkett... 

Es war ein sehr gelungener Nachmittag und ich freu mich auf auf meinen zweiten Wittenbrinkabend an Silvester beim Thalia Vista Social Club im Thalia Theater. Das Stück werde ich dann zum vierten Mal sehen und als 4. Theaterstreich natürlich hier verbloggen.

Heute abend geht es in die Fliegenden Bauten zu 6x7- einer sinnlichen Tanz- und Artistikshow - davon aber morgen mehr.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Mein erstes selbstgekochtes 5-Gänge Geburtstagsessen-Menü

Ich weiß... ich weiß... ich hab euch über Wochen genervt... genervt mit Kochexperimenten und schlecht angerichteten Tellern... aber da ich das ja nicht täglich mache, musste ich üben und ihr habt mir immer gute Tipps gegeben.... danke dafür!!!
Leider hat mir am Ende das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht und auswärtige Gäste wie Freundin Anja, den Weinschreiber und des Weinschreibers Frau im Ruhrgebiet gefangen genommen... schade aber vernünftig...

Also, was hab ich letztendlich gemacht? Los geht´s:

Der Tisch... das Problem, wenn man so kurz vor Weihnachten Geburtstag hat und Weihnachten nicht mag, liegt auf der Hand.... ich glaube, ich habe eine gute Lösung für alle gefunden...



Als amuse bouche gab es Crostini mit Zwiebelmarmelade und Ziegenkäse... süß, pikant, lecker ... inspiriert durch den Blog von Fool for Food... danke, tolle Idee!
Dazu gab es einen Süßwein von Josefina Pinol... passte großartig!

 Dann folgte eine Vichyssoise mit Blüten.... eigentlich wird die Vichyssoise (Lauch-Kartoffel-Suppe) kalt serviert, da aber eher im Moment eine warme Suppe der Jahreszeit entspricht, habe ich mich gebeugt und diese mit einem kleinen Sommergruß verziert. Das Rezept hab ich bei Paule gefunden.

Ein erfrischender Wildkräutersalat folgte. Zur Suppe und Salat gab es einen Sauvignon Blanc vom Weingut Müller-Catoir.




Der Hauptgang bestand aus Hirschrücken - hier die Randstücke für Yvonne, die es eher durch mag - Kartoffelstampf, Cranberry Chili Chutney und Gemüse... dazu ein Ronchedone / Ca dei Frati... den Gästen hats geschmeckt... mir auch...

Das Dessert war ein Schokoschock ... Gateau au chocolat mit Rosmarin, Olivenöl und Himbeeren... - inspiriert von Effilee

Alle Weine sind übrigens von der Weinlounge empfohlen und für gut befunden... danke!

Naja... und der Tag danach sieht so aus......